Gewaltpräventionsprojekt an der Grundschule Pauluszell

Bereits für Kinder im Grundschulalter ist es äußerst wichtig, Gefahrensituationen zu erkennen, sie möglichst zu vermeiden und sich im Notfall wehren zu können. Daher findet  an der Grundschule Pauluszell seit einigen Jahren im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts ein Selbstbehauptungskurs für die dritte und die vierte Klasse statt. Auch in diesem Jahr wurde der Kurs vom „Nicht-mit-mir“ Team unter der Leitung von Sabine und Fritz Schweibold durchgeführt.

Ein Großteil der Kosten wurde dabei von der Schwenninger Krankenkasse und der Kommunalen Jugendarbeit übernommen, so dass die Eltern nur noch einen geringen Teilnehmerbeitrag entrichten mussten.

Den einführenden Elternabend hielt Fritz Schweibold, der Referent für Gewaltprävention im Deutschen Ju-Jutsuverband, ab. Darin erläuterte er den Eltern die Ziele und Inhalte des Projektes, das sich insgesamt über fünf Wochen erstreckte. Das Konzept beinhaltet im Wesentlichen die drei Grundelemente Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

In den einzelnen Übungseinheiten lernten die Kinder nach dem „Ampel- Prinzip“  Situationen einzuschätzen und angemessen darauf zu reagieren. Zum „grünen Bereich“ der Prävention gehörten

das Erkennen von gefährlichen Situationen, Übungen zum sicheren Stand, dem selbstbewussten Auftreten sowie dem gezielten Einsatz von Stimme und Körpersprache.  Im „gelben Bereich“ der Selbstbehauptung lernten die Grundschüler, sich verbal gegen Angriffe zu wehren, sich zu schützen, zu befreien und Hilfe zu holen. Der „rote Bereich“ der Selbstverteidigung beinhaltete das Erlernen der „Tigerkralle“, einer Notfalltechnik, die die Kinder nur in extremen Gefahrensituationen einsetzen dürfen.

Die Trainer des „Nicht-mit-mir“-Teams vermittelten den Schülern die Inhalte mittels verschiedener Spielformen, in Gesprächen sowie mit Hilfe von Rollenspielen. Zudem wurden in jeder Übungseinheit die grundlegenden Aspekte des selbstbewussten Auftretens, das „Nein“- sagen sowie der Gebrauch der Notfalltechniken geübt. Auch die Lehrkräfte der beiden Klassen gingen im Unterricht immer wieder auf die Thematik ein und vertieften sie.

Bei der Abschlusseinheit durften die Kinder schließlich ihren Eltern vorführen, was sie in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Dabei demonstrierten sie den Erwachsenen, dass sie mittlerweile mit der erlernten Notfalltechnik sogar ein Holzbrett durchschlagen konnten. Die Eltern konnten hierbei feststellen, dass das Selbstvertrauen bei allen Kindern im Laufe des Projekts deutlich gewachsen war. Zur Weiterarbeit erhielten die Kinder eine Broschüre, anhand der sie das Gelernte zuhause  weitertrainieren können.

Zum Schluss bedankten sich die Lehrkräfte und die Schüler beim „Nicht-mit-mir“- Team für die motivierende und unterhaltsame Gestaltung der äußerst lehrreichen Übungen sowie bei den Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung des Projekts.

 

 

„Nicht mit mir!“-Starke Kinder schützen sich